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Die Windows 7 Sicherung im Detail

Veröffentlicht am 1.9.2010 Kategorie: Windows 7

In dieser Woche unterstützt mich Mike, der in der Vergangenheit bereits einige Gastbeiträge verfasst hat, freundlicherweise mit zwei neuen Beiträgen über die Sicherung von Windows 7 mit Boardmitteln und was dabei zu beachten ist. Viel Spaß beim lesen des ersten Beitrags!

Das man zu Windows XP-Zeiten lieber ein extra Programm zur Sicherung seiner Daten nehmen sollte ist bereits jedem klar. Windows XP hat im Bereich Backup und Reparaturfunktion eher
wenig Möglichkeiten zugelassen. Windows 7 soll hier nun alles verbessern und vereinfachen.
Mit Windows 7 kann man nun direkt ohne Zusatzsoftware eine Notfall CD/DVD erzeugen sowie Backups komfortabel anlegen und ein komplettes Systemabbild des Rechners erstellen.

Im Folgenden will ich euch diese 3 Möglichkeiten in aller Kürze vorstellen und erläutern.

Dieser Guide enthält somit

  1. Windows 7 Notfall CD erstellen
  2. Systemabbild unter Win7 erzeugen
  3. Backup unter Win7 anlegen

1. Die Notfall CD

Die Notfall CD von Win7 basiert auf Windows PE und beinhaltet eine Vielzahl von Funktionen. Die Systemreparatur und die Systemwiederherstellung sind nur 2 von weiteren Windows Programmen.
In der Systemsteuerung im Bereich System/Sicherheit bei Windows 7 finden wir den Punkt "Sichern und Wiederherstellen".
Hier finden wir nun im linken Bereich den Punkt "Systemreparaturdatenträger erstellen". Dies ist also unsere Notfall CD.

Nachdem wir diesen Punkt bestätigt haben müsst ihr zunächst euer Benutzerpasswort eingeben.
Danach wird unsere Windows 7 Notfall CD oder DVD automatisch erstellt.

Ihr könnt nun ja mal probehalber eure erstellte Notfall CD starten und könnt erkennen, dass sich hier die Punkte Systemreparatur, Systemwiederherstellung, Systemabbild-Wiederherstellung, Windows-Speicherdiagnose und Eingabeaufforderung
zu finden sind.
Also wirklich viele Möglichkeiten.
Ich denke hier hat Microsoft wirklich gute Arbeit geleistet.

2. Das Systemabbild

Gut finde ich hier, dass Windows 7 nun auch das Systemabbild der Systempartition im laufenden System erstellen kann.
Mit unserer zuvor erzeugten Notfall CD kann man u.a. dann dieses Abbild schnell und einfach aufspielen.
Und so legen wir das Systemabbild an:

Auch hier müssen wir wieder in die Karteikarte "Sichern und Wiederherstellen" der Systemsteuerung.
Hier finden wir ebenfalls den Punkt "Windows 7 Systemabbild .
Nach der Betätigung von "Systemabbild erstellen" wird man zuerst gefragt, wo das Abbild gespeichert werden soll.
Zuvor kommt wieder die Abfrage nach eurem Benutzerpasswort.
Hier hat man dann die Möglichkeit einen externen Datenträger, eine oder mehrere DVD`s oder in einer Netzwerkfreigabe auszuwählen.

Dann arbeitet Windows 7 los. Nach der Fertigstellung wird man dann gefragt, ob man eine Notfall CD (Systemreparaturdatenträger) erstellen möchte. Habt ihr das noch nicht wie unter Punkt 1 gemacht, dann macht es jetzt.
Und schon ist euer Systemabbild fertig.

3. Backupfunktion unter Windows 7

Unter Win7 ist es jetzt auch endlich möglich ein Backup zu planen und dies automatisch im laufenden Betrieb anfertigen zu lassen. Alles
wird voll automatisch durchgeführt. Ihr müsst bloß festlegen, wie oft das Backup gemacht werden soll und es werden dann immer nur die Veränderungen
gespeichert.
Auch wenn ihr vielleicht ein Fremdprogramm nutzt solltet ihr dies mal ausprobieren, da ich selbst als verwöhnter Acronis Benutzer von dem Fortschritt
begeistert bin.
Ihr könnt festlegen wann ein Abbild erstellt werden soll und was alles zum Backuparchiv dazugehören soll.
Windows 7 nutzt hier auch die bekannte Shadow Copy Funktion, welche bereits in VISTA vorhanden ist.

Auch hier müssen wir über die Systemsteuerung zum Reiter Sichern und Wiederherstellen.
Habt ihr noch keine Sicherung eingerichtet müsst ihr das zunächst tun.

Betätigt zuerst den Button "Sicherung einrichten".

Danach werdet ihr gefragt, wo das Backup gespeichert werden soll.
Auch hier habt ihr wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder wählt ihr eine Festplatte, auf DVD oder im Netzwerk.
Beachtet, dass dies dann auch der Standardpfad für alle weiteren Backups bleibt.

Danach kommt die Abfrage was ihr sichern wollt.
Entweder lasst ihr von Windows automatisch Daten sichern (Punkt "Auswahl durch Windows") oder ihr legt selber die Daten fest, welche gespeichert werden sollen (Punkt "Auswahl durch Benutzer").
Ich wähle hier selbst, welche Daten gesichert werden sollen.

Daraufhin öffnet sich dann ein Explorerfenster wo ihr die Daten wählen und aussuchen könnt, welche standardmäßig gesichert werden soll.
Auch dies wird dann für alle darauffolgenden Backups übernommen.

Habt ihr eure Wahl vorgenommen und bestätigt, wird euch noch eine kurze Zusammenfassung gezeigt, was gesichert wird.

Hier findet ihr den Punkt "Zeitplan ändern".

Wenn ihr diesen betätigt, könnt ihr festlegen wann Windows 7 standardmäßig ein Backup anlegen soll.

Habt ihr dies nun auch eingestellt, wird die erstmalige Sicherung durchgeführt und steht dann auch zur Wiederherstellung zur Verfügung.

Habt ihr also eure erste Sicherung durchgeführt, sieht euer Startbildschirm im Bereich "Sichern und Wiederherstellen" in etwa so aus, wie auf dem letzten Bild.

Ich persönlich finde wie bereits gesagt, dass Windows 7 hier einen großen Schritt im Bereich der Benutzerfreundlichkeit gemacht hat.

Hier könnt ihr nun auch eure Sicherung zurückspielen lassen, wenn es mal Probleme geben sollte.
Diese Sicherungen sind dann auch über die Notfall CD zu erreichen.
Habt ihr keine Notfall CD erstellt – kein Problem.
Auch durch das Drücken der F8 Taste beim Systemstart kann man diese auswählen.

Der Beitrag kann hier als PDF Dokument heruntergeladen werden.
 


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14 Kommentare Kommentar schreiben

  1. #1Seppel am 1.9.2010 12:26

    Sehr gut, kann man jedem Anfänger empfehlen der sein System sichern will und sich damit nicht auskennt!
    PDF-Version wäre vlt. nicht schlecht 😉

  2. #2Tom am 1.9.2010 12:29

    Sehr ausführlich, dabei ist es doch eigentlich selbsterklärend und mit wenigen Klicks erledigt. 😉
    Aber kannst du mir sagen, wo der Sicherungsort gespeichert wird bzw. wie man den ändern kann? Hatte testweise mal ein Laufwerk angegeben, das so nicht mehr existiert.

  3. #3Thomas am 1.9.2010 12:49

    Hallo

    schöne Sache, gestern kam gerade meine externe HDD, Notfall CD hatte ich schon, jetzt mal Backup gemacht.

    Wie schon in dem Beitrag vorher erwähnt, PDF Version wäre gut

  4. #4Reiner am 1.9.2010 17:30

    Vielen lieben Dank! Ich bin ein absoluter Neuling was sowas angeht und wurde mit dieser Anleitung wirklich verständlich durch die Sicherung geführt. Da ich auf der Arbeit nun auch einen PC nutze, ist es besonders wichtig für mich, dass alle Daten gesichert sind. Ich werde die Anleitung auf jeden Fall weiterempfehlen!

  5. #5Bjoern am 2.9.2010 09:43

    Ich werde mit Mike mal über die Erstellung einer PDF Version reden.

  6. #6Mike am 2.9.2010 10:58

    @ Thomas und Björn

    Ich werde die PDF Version heute erstellen und Björn zukommen lassen.

  7. #7phil am 2.9.2010 12:33

    HI,
    ist es möglich bei einer Infektion des Systems oder anderen Komplikationen mit der Notfall CD zu starten und dann VOR der Wiederherstellung die Systemfestplatte zu FORMATIEREN und anschließend mit einem Systemabbild wiederherstellen?

    achja
    „als verwöhnter Acronis Benutzer“
    wäre es besser wenn ich Acronis benutze?
    kann man damit vor der Wiederherstellung den Datenträger formatieren?

    grundsätzlich werde ich usb support brauchen da ich ein subnotebook kaufe das kein cd/dvd laufwerk besitzt

    mfg gruß
    antwort auch gerne per email

  8. #8Mike am 2.9.2010 14:51

    @phil

    Grundsätzlich kannst du mit der Notfall Cd/Dvd formatieren, jedoch umständlich über die Kommandozeilenebene, also per DOS Befehl, format c: . Oder du nimmst vorher deine Windows 7 Dvd und formatierst. Anschließend dann die Notfall Cd nehmen. Geb dir da aber keine Garantie drauf.
    Acronis ist da schon weiter. Jedoch rate ich (obwohl ich das auch lange genutzt habe) nicht mehr zu Acronis, da dieses Tool die Nullspur von Festplatten beeinflusst. Ich rate zu Timeline Free, was Björn hier schon vorgestellt hat. http://blog.buerstinghaus.net/windows-sichern-mit-genie-timeline-free/

    Gruß Mike

  9. #9wolfgang am 2.9.2010 16:27

    hi, mike,
    unter Absatz 3. heißt es: „… und es werden dann immer nur die Veränderungen
    gespeichert.“. Handelt es sich dabei um ein inkrementelles oder ein differentielles Backup? Die Antwort fehlt mir noch für die Entscheidung zum Umstieg von DriveBackup … was bisher klaglos und super funktioniert(e) 😉
    ciao
    wolfgang

  10. #10Bjoern am 2.9.2010 17:08

    @Seppel und Thomas den Beitrag könnt ihr jetzt als PDF Dokument herunterladen.
    (Siehe letzter Satz im Beitrag)

  11. #11Mike am 2.9.2010 18:47

    @Wolfgang

    Soweit ich weiß, wird ein inkrementelles Backup gelegt.

  12. #12wolfgang am 2.9.2010 18:56

    @all
    Wer diesem wirklich guten Beitrag hier folgen will und bei Windows7 professional 64bit beim Erstellen der Notfall-CD (neudeutsch: Systemreparaturdatenträger) die Fehlermeldung „Der Systemreparaturdatenträger konnte nicht erstellt werden, falscher Parameter (0x80070057)“ erhält, könnte mit dem folgenden Link aus dem Wartungsfenster (http://www.duplexsecure.com/windows7) vielleicht Erfolg haben – bei mir war das (auf einem nagelneuen Lenovo-Notebook) die Lösung: nach Download und Installation konnte ich den Reparatur-Datenträger sofort brennen. Ein anderes Windows7 Ultimate N-System hatte diese ‚Anlaufschwierigkeiten‘ nicht 😉

  13. #13Hardy am 4.9.2010 12:58

    „da dieses Tool die Nullspur von Festplatten beeinflusst“

    Moin Moin

    Ich wüßte gern, als Laie, was ich mir darunter vorzustellen habe, welche Auswirkungen das hat, haben kann. Überlege nämlich, mir Acronis zuzulegen.
    Wäre auch dankbar für einen Tipp, welche Software für den Einsatz zum sichern, Vollbackup, inkrementell, differentiell, zu empfehlen wäre.
    Acronis scheint mir überladen mit zusätzlichen Features die ich nicht wirklich benötige.

    Recht angetan bin ich zur Zeit von MacriumReflect Free. Macht was es soll, ohne unnötigen Schnickschnack, gar nicht schlecht. Damit geht in der Free Version zwar ’nur‘ Vollbackup, das aber klappt hervorragend und erstaunlich schnell. Mit der Vollversion ginge dann auch inkrementelle, differentielle System- und Datensicherung.
    Bloß nicht auf Deutsch zu haben, schade. Könnte ich bei dem übersichtlichen Funktionsumfang aber noch mit leben.

    Ich würde ja ganz auf zusätzliche Software verzichten, wenn Windows 7 in der Lage wäre verschiedene Backup Aufträge abzuarbeiten.

  14. #14Fabian am 11.1.2013 07:17

    Hallo zusammen..
    Der Beitrag ist zwar schon was älter aber ich hoffe, dass trotzdem noch jemand meinen Beitrag liest.
    Habe mir vorgestern ein Hardware-Raid 0 System auf meinem Rechner eingerichtet und vorher ein Systemabbild der alten Festplatte gemacht. Nachdem ich die alte Festplatte geplättet und Windows 7 auf das Raid System installiert hatte, wollte ich mein Systemabbild wiederherstellen.
    Ich komme mit der Windows-CD sowie durch drücken der F8-Taste in das Menü zur Wiederherstellung des Abbilds. Das Systemabbild wird auch gefunden. Allerdings komme ich nur bis zu dem Punkt an dem ich einen Systemreparaturdatenträger erstellen soll. (Windows-CD wird also schon nicht angenommen) Das Feld wo ich weiter drücken können sollte, ist ausgegraut, also muss ich zwangsweise auf Systemreparaturdategträger erstellen klicken.
    Nach dem anklicken erscheint sofort die Fehlermeldung: “ Fehler beim wiederherstellen des Systemabbilds. Die Festplatte muss neu formatiert werden. Benutzen sie die Windows CD oder die Systemreparatur-CD um die wiederherstellung fortzusetzen. “ ( So in etwa ) Trotz fehlermeldung konnte ich im Hintergrund noch einen Systemreparaturdatenträger erstellen. Von diesem aus kann ich allerdings nicht booten bzw selbst wenn dieser im CD-Laufwerk liegt bleibt der Weiter-Button ausgegraut.

    Kann mir jemand bei dem Problem helfen? Soll ich per Windows-CD das Raid System nochmal formatieren und dann versuchen, die Wiederherstellung zu machen?

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