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Intelligente Steckdosen für das smarte Zuhause

Veröffentlicht am 16.6.2013 Kategorie: Hardware

Fernbedienbare Steckdosen gibt es schon lange, doch war es damit bislang nur möglich, diese per Fernbedienung manuell Ein- bzw. Auszuschalten. Wer darüber hinaus Funktionen wie z.B. das automatische Einschalten zu einer vordefinierten Zeit wollte, konnte dies nur über Lösungen zur Hausautomatisierung wie beispielsweise der HomeMatic realisieren. Nun bieten mit AVM und Belkin gleich zwei Anbieter bezahlbare intelligente Steckdosen die auf unterschiedliche Weise ihren Weg in die vernetzte Welt finden und per Regeln und auch aus der Ferne steuerbar sind.

Die Fritz!DECT 200 von AVM ist eine Erweiterung für alle Fritz!Boxen mit integrierter DECT Basisstation, die,  wie ja auch schon der Produktname erahnen lässt, kabellos über DECT Funk mit der Fritz!Box verbunden und auch über diese eingerichtet wird. Anders ist dies beim Belkin WeMo SWITCH, der seinen Weg ins Heimnetz kabellos per Wi-Fi findet, allerdings auch nur mit Apple iPhone, iPod Touch und iPad über eine kostenlose WeMo App genutzt werden kann.

Fritz! DECT 200

Mit der Fritz!DECT 200 erweitert AVM die Fritz!Box zu einer echten Smart-Home Zentrale. Die intelligente Steckdose wird einfach irgendwo in der Wohnung oder im Haus über eine freie Steckdose mit dem Stromnetz verbunden und durch kurzes gedrückt halten des DECT Buttons auf der Fritz!Box mit dieser Verbunden und automatisch angemeldet. Bis zu 10 Fritz!DECT 200 können zusätzlich zu bereits vorhanden DECT Mobilteilen über die Fritz!Box verwaltet werden.

Nach der automatischen Anmeldung an der Fritz!Box erfolgt die eigentliche Konfiguration der Steckdose über die Weboberfläche der Box. Im Heimnetzbereich der Weboberfläche kann über den Menüpunkt "Smart Home" die einzelnen Einstellungen der Steckdose bearbeitet, Regeln erstellt und die von der Steckdose erhaltenen Messdaten ausgewertet werden.

Neben dem Namen für die Steckdose kann im Einstellungsbereich der Schaltzustand nach einem Neustart und Angaben zum genutzten Stromtarif und CO2-Ausstof des angeschlossenen Geräts eingetragen werden. Beim auswählbaren Regelwerk zeigt die Fritz!DECT ihre ganze Stärke, hier können neben normalen Zeitintervallen auch Termine aus dem Kalender eines Google Accounts oder Astronomische Werte (bei Sonnenauf- bzw. untergang) genutzt werden. Ebenfalls integriert ist die Möglichkeit, die Steckdose bei Inaktivität, z.B. nach einer gewissen Zeitspanne oder bei erreichen einer Leistungsschwelle ausschalten zu können.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Anzeige des Energieverbrauchs sowie die gesammelten Messwerte für die spätere Auswertung. Strom sparen will ja schließlich jeder und genau hier bietet die Energieanzeige eine sehr gute Möglichkeit Stromfresser zu erkennen.

Die Steuerung der Steckdose kann neben der Weboberfläche auch über die kostenlose MyFritz! App per Smartphone und Tablet von unterwegs erfolgen. Die App ist für iPhone, iPod Touch, iPad sowie alle gängigen Android Smartphones und Tablets verfügbar.
 

Belkin WeMo SWITCH

Der WeMo Switch von Belkin ist in zwei Versionen erhältlich. Die "einfache" Variante beinhaltet nur die intelligente Steckdose, die zweite Variante enthält zusätzlich einen Bewegungsmelder, so dass ihr damit auch Regeln für das automatische Ein- und Ausschalten der Steckdose durch eine Bewegung auslösen könnt. Für den Vergleich habe ich mir die einfache Variante angeschaut.

Die Einrichtung des WeMo SWITCH ist relativ simpel. Nach der Installation der kostenlosen WeMo App von Belkin führt euch diese durch die einzelnen Schritte die für die Integration der Steckdose ins heimische WLAN notwendig sind. Der WeMo Switch stellt für die Einrichtung ein eigenes Wi-Fi Netz bereit, mit dem sich das iPhone verbinden muss. Ist die Verbindung hergestellt kann das eigene WLAN über die App ausgewählt und der (hoffentlich) von euch genutzte WLAN Schlüssel für die Authentifizierung eingetragen werden. Im Anschluss startet der WeMo SWITCH neu und verbindet sich von nun an automatisch mit eurem Heimnetz.

Ist der WeMo Switch mit dem Heimnetz verbunden, kann über die App ein Name und Icon oder eigens Bild für das an die Steckdose angeschlossene Gerät hinterlegt werden. Wer mehrere WeMo Switche sein eigen nennt, erhält über die App einen überblick über den aktuellen Status der Steckdose und kann diese von hier auch manuell Ein- bzw. Ausschalten. Viel spannender waren für mich allerdings die Regeln die ich damit anlegen wollte/konnte. Hier bietet der WeMo SWITCH nicht ganz so viele Möglichkeiten, wie es bei AVM der Fall ist. Lediglich das Einschalten zu einer vordefinierten Zeit und eine weitere Möglichkeit zum Ausschalten zu einer definierten Zeit sind hier möglich. Zusätzlich zum Regelwerk und der manuellen Schaltung lassen sich die WeMo Switche in den IFTTT (if this then that) Dienst einbinden und über ein dort hinterlegtes Regelwerk z.B. über eine Mail oder einen Tweet steuern. Während meinem Test der Belkin Steckdose war diese zu jeder Tages- und Nachtzeit steuerbar und hatte keinerlei Verbindungsproblem.

   

Was dem WeMo Switchen komplett fehlt ist die Möglichkeiten den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte zu messen bzw. wenigstens einzusehen. Nicht ganz verständlich ist für mich auch die Tatsache, dass nur Apple Geräte unterstützt werden, da die Steuerung per Wi-Fi ohne Probleme auch von Android oder Windows Phone aus möglich wäre.

Fazit: Beide Steckdosen lassen sich in wenigen Minuten einrichten und bieten Regeln für die automatische Steuerung der angeschlossenen elektronischen Geräte. Die Fritz!DECT 200 lässt sich meiner Meinung nach besser in das Heimnetz integrieren (vorausgesetzt natürlich man setzt als Router eine DECT fähige Fritz!Box ein) und hat auch ansonsten was das anlegen von Regeln betrifft, sowie das Anzeigen und Auswerten der Stromkosten mehr zu bieten.

Beide Steckdosen sind für knapp 49,00 € über preis.de erhältlich, die mir die beiden Produkte freundlicherweise für den Produkttest bereitgestellt haben.


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11 Kommentare Kommentar schreiben

  1. #1Tim Bormann am 17.6.2013 09:28

    Schönes wieder etwas von Dir zu lesen!
    Die Belkin-Dose habe ich über Wochen in verschiedenen Szenarien getestet. Kurz gesagt, absolut nicht zu gebrauchen, weil sie in einem von drei Fällen keine Verbindung aufbaut und somit keine Schaltung ermöglicht.
    Die Fritz-Dosen nutze ich nicht, weil man einen Fritz-Router braucht, den ich aufgrund der bekannten Gründe ablehne. Was andere davon nicht abhalten soll…
    Wenn es um die Schaltung von Steckdosen geht, dann empfehle ich NETIO von Koukaam, auch wenn man Portweiterleitungen selbst einrichten muss um außerhalb des Netzwerks darauf Zugriff zuhaben. Aber immerhin funktioniert dann die Schaltung 100%, was ja wohl Sinn der Sache ist 🙂

  2. #2Bjoern am 18.6.2013 10:14

    Hi Tim, danke für Dein Feedback zu den Belkin Steckdosen. Die Fritz-Dose hatte dankt DECT keinerlei Probleme. Bei der Belkin-Dose hatte ich auch zwei Mal das von Dir beschriebene Verbindungsproblem. Nach einem Neustart des Routers war dies aber behoben, daher bin ich mir dabei nicht sicher, ob das Verbindungsproblem von der Dose oder vom Router kommt. NETIO sieht auch nicht schlecht aus, ist aber mehr was für Büro und Industrie oder?

  3. #3Tim Bormann am 18.6.2013 11:00

    Ja, die NETIO ist eher etwas für den semiprofessionellen Einsatz. Der Preisunterschied ist zwar nicht gering, aber wer @home Anlage, TV, Server, PC, Kühlgärte oder what ever verlässlich an-, ab- und automatisch neustarten lassen will, der braucht etwas 99% verlässliches.
    Ich nutze es bei Kunden und selbst nicht zu Haus.

  4. #4Torben am 24.7.2013 13:40

    Hallo

    ich sehe nun schon öfters Berichte über ferngesteuerte Steckdosen, mir bleibt nur der Sinn und Zweck unklar. Ich meine Steckdose oder Verlängerungen die gibt es auch mit Schalter, wozu dann noch Fernbedienung wozu man wieder noch mehr Equipment benötigt.

    Gruß

  5. #5Ungeheuler am 15.8.2013 17:16

    Hey danke für den Bericht. Ich spiele mit dem Gedanken meine Bude etwas zu automatisieren. Da wäre so etwas schon der Knaller.

  6. #6Steckdosen Schalter am 4.9.2013 13:03

    Smart-Home -> Smart-Sockets 🙂 Ist wohl der nächste logische Schritt zur Vernetzung mal schauen, was hiernach kommen wird. Vielen Dank für diese klasse Erläuterung, ich werd auch mal schauen das umzusetzen.

  7. #7Günter am 11.9.2013 21:27

    SMARTMETER Dein Stromverbrauch vormittags und abends messen, im Netz ablesen; ist bei uns ein Versuchsprojekt welches 1 Jahr läuft. Der Zähler ist schon drin bei mir und fast maqnipulationssicher. Wenn das weiterentwickelt wird dann kannst du deine Energiekosten soweit senken dass du deine Verbraucher die mehr als 4 kW im Jahr verbrauchen, auf dem Ramschplatz verschebelst oder jetzt schon die Energiesparlampen gegen LEDs austauschst oder sich der Zähler in die Hausautomation integrieren lässt, so hast du immer dein Energieverbrauch im Überblick und kannst sicher deine „fresser“ aufspüren

  8. #8Steckdose am 25.9.2013 16:47

    Schöne Steckdosen weiter so! 🙂

  9. #9Steckdosen am 8.10.2013 12:46

    Ja, die NETIO ist eher etwas für den semiprofessionellen Einsatz. Der Preisunterschied ist zwar nicht gering, aber wer @home Anlage, TV, Server, PC, Kühlgärte oder what ever verlässlich an-, ab- und automatisch neustarten lassen will, der braucht etwas 99% verlässliches.
    Ich nutze es bei Kunden und selbst nicht zu Haus.

  10. #10Peter Demel am 18.2.2014 09:39

    Ein klasse Beitrag, und super Diskussion. Da kann ich echt was lernen. Habe von den intelligenten Steckdosen noch nie gehört. Muss ich gleich ausprobieren.

  11. #11Mo am 24.6.2015 04:04

    Netter Artikel,gut zusammengetragen. Bei diesen ganzen Systemen ist es meist so das die Produktpalette sehr klein ist.Sprich nutzt jemand Belkin (als Bsp.keine Recherche gemacht)dann bekommt er eben nicht alles von Belkin und ist dann darauf angewiesen einen anderen Hersteller mit einzubinden.Daraus resultieren nur weitere Apps,Fernbedienungen,evtl.Stromverbraucher durch Netzteile. Ich persönlich nutze das Intertechno System mit 16 Empfängern versch.Art und deren Gateway,praktisch:Stromversorgung per USB möglich also auf USB Port am Router eingesteckt. Funktioniert nach aufwendiger Konfiguration sehr gut mit Smartphone,Tablet und Timer Modul.Hätte ich aber vorher das Mediola Gateway gesehen hätte ich das gekauft.Das soll ja echt alle Funkempfänger bedienen können.

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