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Netzwerküberwachung mit NetCrunch 6

Veröffentlicht am 2.12.2010 Kategorie: Windows SBS Server, Windows Server 2008 R2

Mit NetCrunch 6 ist die Netzwerküberwachungsoftware von AdRem erstmals auf Deutsch erhältlich und bietet in der neuen Version eine verbesserte Berichtserstellung und eine auf WMI basierende Hardware- und Softwareinventarisierung. Da AdRem mich vor einiger Zeit gebeten hat, die neue Version von NetCrunch zu testen, habe ich mir die Netzwerküberwachung in den letzten Wochen einmal näher angeschaut und gebe euch heute mal einen kleinen Überblick über die Funktionen.

Die gesamte Konfiguration und Visualisierung des zu Überwachenden Netzwerks erfolgt bei NetCrunch über die Administrationskonsole, die als Windows Anwendung von einem Client aus genutzt werden kann und die Verbindung zum NetCrunch Server über den Verbindungsbroker, einer kleinen Anwendung im Infobereich der Taskleiste herstellt. Über den Verbindungsbroker werden auch gemeldet Warnungen angezeigt sowie die verschiedenen enthaltenen Tools zur Analyse und Diagnose von Netzwerkkomponenten gestartet. Auch der Zugriff über eine Weboberfläche ist möglich, diese bietet zwar nicht alle Funktionen der Konsole ermöglicht aber die Überwachung, Berichterstattung sowie Diagnose und Analyse von Unterwegs per Webbrowser.

Sämtliche im Netzwerk verfügbaren Geräte werden als Knoten bezeichnet und können über die Administrationskonsole automatisch ermittelt werden. Dafür reicht die Angabe der SNMP Informationen bzw. die Angabe von Benutzerinformationen (Benutzername und Passwort) für die Abfrage der Systeme. Auch das manuelle Hinzufügen eines neuen Knotens ist möglich.

Da NetCrunch eine Multiplattform Unterstützung bietet, können damit neben Windows Betriebssystemen auch Linux (kernel 2.4 oder neuer), Novell OES, MAC OS X, BSD und NetWare Systeme agentenlos überwacht werden. NetCrunch erkennt, ob es sich um eine virtuelle Maschine oder ein normales, hardwarebasierendes System handelt. Für die Überwachung der verschiedenen Betriebssysteme steht eine Vielzahl an Leistungszählern zur Überwachung der Auslastung bereit.

Der enthaltene Berichtsbetrachter von NetCrunch ist sehr Übersichtlich und bietet detaillierte Informationen über die einzelnen Knoten. Jeder Bericht muss manuell für die Datenerfassung aktiviert werden und kann erstellte Berichte für eine spätere Verwendung abspeichern und auch ausdrucken. Für die planbare Langzeit Transanalyse in NetCrunch werden Berichte automatisch generiert und im Anschluss per E-Mail an vorgegebene Mailadressen verschickt.

Die neue auf WMI basierende Hardware- und Softwareinventarisierung für Windows Systeme zeigt sämtliche Informationen pro System an und kann zusätzlich auch einen Gesamtüberblick über die Anzahl der im Unternehmen installierten Anwendungen geben bzw. auch als Bericht darstellen.

Eines der größten Probleme einer Netzwerküberwachungsoftware sind die verschiedenen SNMP Bibliotheken der Netzwerkgeräte. Da jeder Hersteller eigene Bibliotheken für die Leistungszähler seiner Netzwerkprodukte bietet muss eine gute Software zur Netzwerküberwachung in der Lage sein, neue Bibliotheken zu importieren bzw. zu Kompilieren. NetCrunch bietet mit dem SNMP MIB Compiler genau diese Möglichkeit und enthält bereits Bibliotheken von dutzenden von Herstellern.

Fazit: Die Netzwerküberwachung mit NetCrunch 6 ist sehr umfangreich und bietet etliche Funktionen um Server, Netzwerkgeräte wie Switches und Router aber auch bereitgestellte Dienste und Anwendungen eines Unternehmens zu überwachen. Die erweitere Berichtsfunktion sowie die neue Hardware- und Softwareinventarisierung machen NetCrunch zu einer erstklassigen Lösung.

Wie ihr merkt, könnt ich noch stundenlang so weiter schreiben, da NetCrunch wirklich sehr Groß und Mächtig ist. Dieser Beitrag soll euch aber nur einen kleinen Überblick geben, den in einer der nächsten Ausgaben des ADMIN Magazins wird es einen ausführlichen Fachartikel von mir zur Netzwerküberwachung mit NetCrunch 6 geben, in dem ihr noch mehr darüber erfahren könnt.

Mehr Information zu NetCrunch 6 findet ihr auf der Webseite von AdRem.

Eine 30-tägige Testversion von NetCrunch 6 kann hier heruntergeladen werden.


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7 Kommentare Kommentar schreiben

  1. #1Jörg am 2.12.2010 12:16

    Download läuft, danke für den Tipp! ;-)

  2. #2Joch111 am 2.12.2010 13:02

    Das Programm sieht auf jeden Fall sehr gut aus. Und bestimmt wert getestet zu werden.

  3. #3santhrax am 2.12.2010 13:03

    Danke für den Tipp, werde mir das mal heute genauer Ansehen, so ein Tool ist ja was Feines.

  4. #4Hakan am 3.12.2010 08:05

    Dazu fällt mir das frei verfügbare Spiceworks ein: http://www.spiceworks.com

    das setze ich schon länger ein. Wie schneidet denn Netcrunch im Vergleich zu Spiceworks ab?

  5. #5Stefan W. am 3.12.2010 10:12

    Darf man mal fragen was das Programm kosten soll

  6. #6Bjoern am 3.12.2010 11:37

    @Hakan Spiceworks hab ich vor längerer Zeit schon mal getestet, müsste ich mir noch einmal anschauen um es vergleichen zu können.

    @Stefan W. der Preis ist abhängig von den benötigten Knoten (zu überwachende Geräte/Server) und der Anzahl der gleichzeitigen Nutzer/Admins. So weit mir bekannt, reden wir hier aber schon über eine vierstellige Summe.

  7. #7David am 5.12.2010 09:53

    Da bleib ich doch auch lieber beim freien Spiceworks. Welches übrigens vor kurzem in Version 5 erschienen ist. Reicht für meine / unsere Zwecke in der Firma voll aus.

Kommentare

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